Reisetagebuch Tag 17
Die letzten Tage gab es keine Einträge ins Reisetagebuch wie ihr gemerkt habt, aber ich bin nun in S88 Skykomish State angelangt.
18:06 Uhr, klarer Himmel, angenehme 15° Celsius… ich beschließe die Berghütte nahe des Glacier Peak anzufliegen, wo auch das “WAR ROOM MEETING” des Westwood-Inn Virtual FLying Club stattfinden wird.
Der Glacier Peak im Norden des Bundesstaates Washington übrigens, ist ein aktiver Schichtvulkan der Kaskadenkette.
Im Gegensatz zu einigen anderen Vulkanen im Pazifischen Nordwesten ist der Glacier Peak von den nächsten städtischen Ballungszentren aus nicht besonders gut sichtbar, und so werden seine touristischen Reize sowie seine Gefahren oft übersehen. Dabei hat der Vulkan seit dem letzten Eiszeitalter einige der gewaltigsten Ausbrüche auf dem Gebiet des Staates Washington zu verzeichnen. Die Eruptionen fanden in dieser Zeit in sechs Serien statt, zuletzt vor 200 bis 300 Jahren. Der Glacier Peak liegt im Snohomish County etwa 100 km nordöstlich von Seattle, also kaum weiter von der Stadt entfernt als der Mount Rainier. Doch anders als dieser erhebt sich der Vulkan nur bis um die 1000 m höher als die umliegenden Gipfel, wodurch er einer von vielen in einer Reihe von hohen Bergen ist, wenn man ihn vom Puget Sound aus betrachtet.
Die schneebedeckten Vulkane Washingtons beeinflussten die Legenden und die Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und sie lenkten auch die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen und europäischen Entdecker des späten 18. und des frühen 19. Jahrhunderts auf sich. Bereits in den 1790ern wurden der Mount Baker, der Mount Rainier und der Mount St. Helens in den ersten schriftlichen Beschreibungen der Regionen des Columbia River und des Puget Sounds erwähnt. Im Jahre 1805 vermerkten Lewis und Clark den Mount Adams. Im Laufe des mittleren 19. Jahrhunderts waren die Vulkane in den Landkarten eingezeichnet.
Der Glacier Peak allerdings war den Siedlern nicht bekannt, bis in den 1850ern Ureinwohner dem Naturforscher George Gibbs beschrieben, ein weiterer etwas kleinerer Gipfel würde nördlich des Mount Rainier qualmen. Bis 1898 wurde keine Karte veröffentlicht, in der der Glacier Peak eingetragen war. (Glacier Peak Info: Wikipedia)
Über diesen und auch eine ganze Menge anderer Vulkane, werdet ihr in nächster Zeit hier in den Westwood-Inn (P)Reviews noch einiges lesen und spannende Unternehmungen durchführen können… doch das jetzt nur mal am Rande.
Ich beschließe in das Tal des Beckler River einzufliegen und folge diesem Fluß bis zum Troublesome Mountain Massiv, wo ich rechts in das Tal des North Fork Skykomish River eindrehe. Vorbei geht mein Flug an den Deer Falls bis zum Bald Eagle Mountain wo ich mich auf ca. 11 Uhr halte um weiter dem Tal zu folgen. Am Long John Mountain muss ich Höhe gewinnen, um nach dem Kodak Peak in den Indian Creek einzutauchen. Über einen Bergrücken und dem Lake Elsey hinweg geht es schließlich in das Tal des Napeegua River, hier bereite ich mich langsam auf die Landung im Hochgebirge vor. Auf Höhe des Luahna Peak halte ich Ausschau nach der Landezone.
Los geht es in S88, das Wetter ist wie schon erwähnt wunderbar und ich hoffe, dass mich die Dunkelheit nicht erwischt.
Schon gut auszumachen, das Troublesome Mountain Massiv
Wunderbare Ausblicke, egal wohin man schaut…
In der Ferne, der Glacier Peak Vulkan…
Langsam fallen dunkle Schatten über die Hänge… es wird Zeit für die Landung.
Übrigens… aus lauter Lust an der Landschaft sollte man nicht vergessen einen respektvollen Abstand von diesen Giganten zu halten, sonst könnte es unangenehm rumpeln (ich weiß warum ich das schreibe)
Gerade auf der Seite, an der die Landezone liegt, wird es schon verdammt duster…
Landezone erreicht. Taucht man selbst in den Schatten ein, geht’s einigermaßen.
Hütte erreicht, kein Bruch… was will man mehr?! Eigentlich sollten Urs, Dieter und Peter hier sein… sind sie aber nicht (wahrscheinlich hängen die in irgendeiner Dorfdisko ab) und das dumme daran ist, sie haben den Schlüssel für die Hütte mitgenommen.













Da fällt mir ein…
Ein knorriger älterer Bergsteiger betritt die Hütte. Er schaut zu den Anwesenden links von der Tür und schreit: “Servas, Ihr Trotteln!”.
Er schaut zu den Anwesenden rechts von der Tür und schreit: “Servas, Ihre Ehebrecher!”.
Darauf antwortet ein Mann empört: “Ich bin kein Ehebrecher.”, worauf der Bergsteiger antwortet: “Dann setz di umme zu die Trotteln…..”
So is des in die Berg! Rumpel die Pumpel – weg war der Kumpel